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Hornhauthobel

Hornhauthobel

Die Hornhaut bildet sich an stark beanspruchten Körperteilen und festigt dort die Haut. Meist sind dies die Fußsohlen und deren Ränder, die einerseits im Schuh scheuern und andererseits durch die Druckbelastung des Körpergewichts stark gedehnt werden. So ist die Hornhaut zunächst kein gesundheitliches Problem, sondern in erster Linie ein ästhetisches.

Wie funktioniert ein Hornhauthobel?

Bei den alltäglichen Arbeiten können an den Handflächen und den Fingerkuppen Hornhautstellen entstehen, da sich der Körper dort vermehrt zu schützen versucht. Auch der Ellenbogen oder die Knie können davon betroffen sein. Gitarristen etwa oder Zitterspieler haben eine dickere, festere Haut an den Fingerspitzen, die aber nicht so auffällt. Will man im Sommer jedoch ohne Schuhe gehen oder die neuen Sandalen ausführen, kann die Hornhaut einen unschönen Anblick bieten. Da wird der Wunsch laut, die Füße entsprechend zu verschönern. Neben dem Bimsstein oder einer elektrischen Variante steht auch ein preisgünstiger Hornhauthobel zur Verfügung.

Der Griff aus Kunststoff oder Stahl trägt einen flachen Kopf. In drei Schichten liegen eine Pfanne, die messerscharfe Klinge und die Halteklammer übereinander. Das Besondere etwa einem Rasierer gegenüber ist, dass die Klinge leicht gebogen ist und die Größe eines Daumenabdrucks kaum übersteigt.

Den Hornhauthobel richtig anwenden:

Nachbehandlung

Während im Vorfeld die Haut gewaschen und ein wenig nur aufgeweicht wird, soll sie nach der Behandlung großzügig gepflegt werden. Öl und Balsam wird aufgetragen und gegebenenfalls einmassiert. Oder man lässt der Haut Zeit, die Pflegelotion selbstständig aufzunehmen. Eine Ruhephase ist in jedem Fall zu empfehlen.

Vor- und Nachteile eines Hornhauthobel’s

Vorteile:

Zwar steht die Hornhaut meist einige Bruchteile von Millimetern über die umgebende Haut hinaus. Und bietet somit dem Hornhauthobel ungehinderten Ansatz, aber er kann wie ein Käsehobel auch plan aufsitzende Hornhaut aus jedem Bereich entfernen.

Die gebogene Klinge steht nur wenig unter der Pfanne heraus und wirkt wie eine leicht gebogene Schaufel, die flach über die Haut schabt. Hautpartikel werden abgehoben und gelangen durch den Schlitz zwischen Pfanne und Klinge auf die Halteklammer und können von dort entfernt werden. Es ist darauf zu achten, dass nur immer sehr wenig Haut abgehoben wird. Sie ist ein lebendes Organ und bettet Blutgefäße und Nervenenden ein. Nur die oberste Schicht darf abgetragen werden. Durch den gebogenen Hornhauthobel entstehen längliche Vertiefungen in der Streichrichtung, die ihrerseits geglättet werden sollen. So fährt der Hornhauthobel mehrere Male über die entsprechende Körperstelle. Wie schon angedeutet, soll der Hobel immer in einer Richtung über die Haut gezogen werden. Beim ersten Strich wird die Haut sozusagen in eine Richtung gelegt und das Abheben der weiteren Schichten erfolgt schonender. Um die Haut an diese Art der Pflege zu gewöhnen, sollte nur ein Teil der störenden Hornhaut abgetragen werden. Die entsprechende Stelle braucht Zeit, um sich nach und nach an die Änderungen ihres Mikroklimas anpassen zu können.

Nachteile:

Ein Messer in Form einer Rasierklinge kann durch unsachgemäße Handhabung schnell zur Waffe, auch gegen den eigenen Körper werden. Deshalb ist bei der Verwendung des Hornhauthobels größte Vorsicht geboten:

  • Nie mit hohem Druck arbeiten!
  • Den Hobel nie horizontal zur Klinge führen, Schnittgefahr!
  • Vor jeder Verwendung eine neue Klinge einsetzen oder zumindest desinfizieren!

In diesem Zusammenhang scheint der Gebrauch eines Hornhauthobels durch Diabetiker oder Personen mit geringer Blutstillung nicht angeraten.

Des Weiteren können folgende Probleme auftreten:

Die bearbeitete Hautpartie kann..

  • sensibel auf Kälte (z.B. im Winter) reagieren.
  • empfindlich auf Hitze (heißer Sand am Strand) reagieren.
  • empfindlich sein auf Berührung oder Druck (Massage, Schuhe).
  • derart irritiert sein, dass das Auftreten einige Zeit nur unter Schmerzen oder gar nicht möglich ist.
  • Infektionen von außen nicht mehr richtig entgegentreten. Entzündungen können die Folge sein.

Fazit:

Der Hornhauthobel macht bei sorgfältiger Anwendung gezielt und schonend seine Arbeit. Er kann kleine Bereiche gut erreichen und sollte in ein und derselben gewählten Richtung angewendet werden. In der Folge werden keine Socken mehr durchgescheuert und die Schuhe rahmen einen hübsch anzusehenden Fuß ein.