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Hornhaut entfernen über Nacht

Hornhaut über nacht entfernen

Hornhaut über nacht entfernen. © Andrey Popov – stock.adobe.com

Wenn das Wetter umschlägt und der Frühling kommt, dann werden auch die Füße wieder gezeigt. Doch vor allem nach dem Tragen geschlossener Schuhe und einer Vernachlässigung der Füße in Sachen Pflege* kann sich schnell unschöne Hornhaut breit gemacht haben. Diese setzt sich vor allem an den Fersen oder dem Fußballen ab. Sie kann aber auch an den Zehen oder anderen Stellen des Fußes auftreten, wenn hier eine stärkere Beanspruchung oder Reibung vorliegt. Deshalb gilt es nun, die Hornhaut effektiv zu bekämpfen.

 

Was ist Hornhaut und wie entsteht sie?

Hornhaut an den Füßen entsteht vor allem in den Bereichen, wo die Haut besonders trocken und beansprucht ist. Zu einer Verschlimmerung und Verdickung der Hornhaut kommt es zudem, wenn die Temperaturen steigen, Reibung entsteht oder man schwitzige Füße hat. Grundsätzlich hat die Hornhaut die Aufgabe, eine Schutzbarriere zu bilden. Sie soll die Füße auch vor einem Feuchtigkeitsverlust bewahren. Dabei ist die Hornhaut oder auch Callus eine verhärtete und verdickte Hautschicht, die sich vornehmlich im Bereich der Füße bildet. Darüber hinaus können aber auch andere Körperpartien wie beispielsweise die Hände betroffen sein.

Was begünstigt Hornhaut?

Hornhaut hat in erster Linie eine schützenden Funktion. Bildet sich zuviel Hornhaut, dann kann sie jedoch auch Schäden anrichten.

Zur Entstehung von Hornhaut tragen vor allem nachfolgende Faktoren bei:

  • eine Austrocknung der Hautpartien
  • unpassendes Schuhwerk
  • Fußfehlstellungen
  • ein falscher Gang
  • Druck und Reibung

Hornhaut entfernen über Nacht – warum sollte man Hornhaut überhaupt entfernen?

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Hornhaut ist zum einen optisch nicht sehr schon anzusehen. Die Haut ist an den Stellen dicker, rauh und häufig auch rissig oder verfärbt. Dies sieht besonders in offenen Schuhen sehr unästhetisch und ungepflegt aus. Wird die Hornhaut rissig, so handelt es sich um sogenante Schrunden. Diese können anfangen zu schmerzen. Zudem haben Bakterien hier ein leichteres Spiel, sich festzusetzen. Hinzu kommt, dass sich durch eine starke Hornhaut auch Hühneraugen bilden können. Doch hornhaut entfernen über nacht – geht das?

Was hilft gegen Hornhaut?

Natürliche Mittel

Neben den Möglichkeiten, welche der Handel bietet wie etwa dem Elektrischer Hornhautentferner* . Bietet auch der eigene Haushalt und die heimische Küche oft diverse Möglichkeiten, Hornhaut auf natürlichem Wege zu bekämpfen.

Zitrone

Ein probates Mittel ist die Zitrone. Von dieser nimmt man nur die Schale. Die Wirkung wird durch die enthaltene Säure erzielt. Man muss dazu einfach ein Stück Schale auf die Hornhaut legen und ein Tuch herumwickeln. So lässt man das Ganze über Nacht einwirken. Alternativ kann man auch ein Tuch mit Zitronensaft tränken und um die Hornhaut wickeln. Morgens kann man dann die behandelte Haut mit einer ureahaltigen Creme einschmieren. Die Anwendung kann täglich wiederholt werden, bis sich die rauhen Stellen aufgelöst haben.

Kamille

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Ein Fußbad kann die Hornhaut aufweichen.
© Jan H. Andersen – stock.adobe.com

Ein altbewährtes Mittel gegen Hornhaut, welches schon seit Jahrhunderten zum Einsatz kommt, ist auch die Kamille. Sie hat sowohl eine antibakterielle als auch eine entzündungshemmende Wirkung. Zur Behandlung gibt man am besten 2-3 Teebeutel Kamillentee in ein Fußbad und lässt die Füße hier für 15 Minuten ruhen. Alternativ kann man auch ein Tuch in Kamillentee tränken und den Fuß hiermit umwickeln. Hier eignet sich sehr gut ein Leinentuch. Danach behandelt man die Haut mit einem Bimsstein.

Backpulver

Daneben kann man auch Backpulver zum Lösen der Hornhaut verwenden. Die Anwendung erfolgt in Form eines Peelings. Verhärtungen werden gelöst und der pH-Wert stabilisiert. Als Mischungsverhältnis wählt man einfach 3 EL Backpulver und löst diese in warmem Wasser auf. Die Einweichzeit sollte mindestens 10 Minuten betragen. Danach können die Füße mit dem Bimsstein bearbeitet werden.

Zwiebeln

Das vierte Hausmittel ist die Zwiebel. Hierin enthalten ist vor allem Vitamin C sowie wichtige Mineralstoffe. Äußerlich angewendet ist sie in der Lage, die Verhärtungen schnell aufzuweichen. Hierzu nimmt man eine halbe Zwiebel und reibt die betroffenen Hautstellen damit ein. Den Fuß lässt man dabei über Nacht mit einem Socken bedeckt, so dass der Saft richtig einwirken kann. Morgens kann man dann die gelöste Haut sanft entfernen.

Apfelessig

Daneben kann man sich noch der Wirkung von Apfelessig bedienen. Er entfernt nicht nur abgestorbene Hautschuppen, sondern unterstützt den Heilungsprozess und erhält den natürlichen pH-Wert. Auch diese Anwendung erfolgt am besten über Nacht. Hierzu tränkt man einen Wattebausch mit Apfelessig und befestigt diesen mithilfe eines Verbandes an der verhornten Hautpartie. Morgens sollte man die Haut dann gründlich mit Feuchtigkeit versorgen und eine entsprechende Hautpflege wie Kokosöl oder eine Ureacreme auftragen.

Mechanische Mittel

Alternativ zu den natürlichen Heilmitteln kann man natürlich auch mechanische Hilfsmittel einsetzen. Allgemein kann man sagen, dass besonders eine Kombination verschiedener Methoden sowie eine nachhaltige Pflege zu einem gesunden Hautbild führen.

Vorbehandlung

Um die Füße auf die Behandlung vorzubereiten, sollte man die Haut mithilfe eines Fußbads gründlich einweichen. Hierzu eignen sich vor allem Ölbäder, welche optimalerweise Urea enthalten. Sehr gut geeignet ist auch Avocadoöl. Bei einer sehr starken Verhornung kann man auch ein Salzbad nehmen. So werden gleichzeitig Keime abgetötet. Das Fußbad sollte etwa 10-15 Minuten dauern.

Bimsstein und Co.

Anschließend stehen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung. Man kann die Haut mit einem

  • Bimsstein*,
  • einem Hornhautschwamm
  • oder auch einem Hornhauthobel bearbeiten.

Am besten gelingt die Behandlung mit einem Bimsstein oder einem Elektrischen Hornhautentferner. Bei einem Hobel besteht die Gefahr, dass man zu tief in die Haut schneidet und so Verletzungen entstehe. Zudem ist diese Behandlung für Diabetiker ungeeignet. Der Bimsstein schmiergelt die verhornte Haut Schicht für Schicht ab. Dabei ist darauf zu achten, dass man nicht zuviel Haut entfernt. Es dürfen keine Schmerzen entstehen. Die Haut fühlt sich dann wund an und wird angeregt, vermehrt Hornhaut zu produzieren. Insofern wäre dies kontraproduktiv. Nach der mechansichen Entfernung sollte man die Füße unbedingt mit einer Fußcreme einschmieren, um sie mit Feuchtigkeit zu versorgen. Hierfür gibt es spezielle Fußcremes, die häufig mit Extrakten aus Lavendel, Aloe Vera oder Rosmarin versehen sind.

Weitere Tipps

Etwas ungewöhnlich aber sehr effektiv ist ein Fußbad aus Mundwasser. Dieses vermgent man mit Essig und Wasser im Verhältnis 1:1. Weiter sind auch sogenannte Foliensocken* auf dem Markt. Diese werden Stunde getragen und führen zu einer Schälung der Hornhaut.

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Mundwasser ist vielseitig einsetzbar. Auch zur Hornhaut Entfernung über Nacht. © Pavelis – stock.adobe.com

Nach sieben Tagen sollen die Füße frei von Hornhaut sein. Ein weiteres probates Mittel ist Natron. Auch dieses gibt man gemeinsam mit Seife und ätherischen Ölen in ein Fußbad und lässt die Füße hierin für 10 Minuten einweichen. Vielfach wird auch über den Einsatz sogenannter Kangalfische berichtet. Diese schwimmen in einem kleinen Becken und nagen die verhornte Haut ab. Hierbei sollte man sich allerdings der Gefahr einer Hepatitis-C-Übertragung bewusst sein.

Vorbeugung

Damit die Füße erst gar nicht zu stark verhornen, sollte man schon im Vorfeld vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Hierzu gehört, dass man passendes Schuhwerk trägt. Zu enge oder zu spitze Schuhe begünstigen die Entstehung von Hornhaut. Gleiches gilt für harte und dünne Sohlen sowie Schuhe mit Absatz. Gleichzeitig sollte man seine Schuhe häufiger wechseln. Vorbeugend wirken weiter regelmäßige Fußbäder. So wird die Haut weich und geschmeidig gehalten. Am besten für die Füße ist es jedoch, so oft es geht barfuß zu laufen. Darüber hinaus sollten die Füße täglich gründlich eingecremt und so mit Feuchtigkeit versorgt werden. Hierzu sollte man eine spezielle Fußcreme verwenden. Um die Pflege abzurunden, bieten sich auch regelmäßige Besuche bei der Fußpflege an sowie Fußmassagen, die die Durchblutung anregen.

Fußbade mit Öl

Das Geheimnis hinter dauerhaft weichen Füßen ist die richtige Pflege. Wer unter trockener Haut leidet, ist anfälliger gegen Hornhaut.

Abhilfe schafft ein Fußbad mit Öl. Sesamöl oder auch Olivenöl eignen sich dafür am besten. Einfach eine Schüssel mit warmem Wasser füllen, einen Schuss Öl dazu und unter ständigem rühren etwas Milch dazugeben. Die Milch führt dazu, dass sich das Öl besser mit dem Wasser verbindet und somit nicht nur an der Oberfläche schwimmt.

Welches Öl für die Füße?

Nicht nur teure Cremes haben einen Feuchtigkeitsgehalt spendenden Effekt. Auch handelsübliches Öl kann die Bildung von Hornhaut reduzieren. Regelmäßig angewendet führt Kokos- oder auch Olivenöl zu einer reduzierten Hornhautbildung.

Tragen Sie das Öl auf die zuvor gereinigten Körperstellen großzügig auf und lassen Sie das Öl möglichst über Nacht einwirken.

Welche Creme hilft am besten bei trockenen Füßen?

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Trocken Haut begünstigt die Bildung von Hornhaut. Daher ist es ratsam, der Hornhaut Bildung vorzubeugen und der Haut entsprechende Pflege zukommen zu lassen.

Cremes mit einem Ureaanteil von mehr als 8 % sind ideale Feuchtigkeitsspender und beugen Hornhaut effektiv vor.

Fazit

Um Hornhaut effektiv zu bekämpfen, braucht es ein Zusammenspiel verschiedenster Beautyroutinen. Hornhaut verschwindet nicht von alleine einfach über Nacht. Mit den richtigen Mitteln kann man jedoch dazu beitragen, dass zum einen der Entstehung vorgebeugt wird und das zum anderen auch bereits vorhandene Hornhaut effektiv entfernt werden kann. Hierbei ist es wichtig, auf eine Kombination von Pflege und mechansichen Hilfsmitteln zu setzen. Besonders Fußcremes könnenüber Nacht sehr gut einwirken und so ihre optimale Wirkung entfalten.