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Hühnerauge entfernen – Erkennen, Behandeln und Entfernen

Hühnerauge entfernen

Hühnerauge selbst entfernen oder entfernen lassen. © Cherries – stock.adobe.com

Unter einem Hühnerauge wird eine Hornschwielenbildung am Fuß verstanden, die Schmerzen hervorruft. Es gibt einige Möglichkeiten, um ein Hühnerauge zu entfernen.

Was ist ein Hühnerauge?

Das sogenannte Hühnerauge ist auch als Hornauge, Leichdorn, Krähenauge oder Klavus bekannt. Es zeigt sich in erster Linie an den Fußzehen oder anderen Fußstellen, die regelmäßig Reibung ausgesetzt sind. Dabei kommt es zur Bildung einer Hornschwiele, wobei sich die Spitze des gebildeten Sporns nach unten richtet, was wiederum Schmerzen hervorruft.

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Zu erkennen ist ein Hühnerauge an einer verhornten Stelle am Fuß, die wie ein Kreis oder ein ovales Ei verläuft. In den meisten Fällen tritt das Hühnerauge an Fußstellen auf, die immer wieder durch Druck belastet werden. Dazu zählen die obere Seite des kleinen Zehs, die Fußsohle sowie der Fußballen.

Ein weiteres Merkmal des Hühnerauges ist seine gelbliche Verfärbung. Weiterhin bringt es die Hornschwiele auf einen Durchmesser von fünf Millimetern. An der entsprechenden Stelle zeigen sich stechende Schmerzen beim Gehen.

Besonders betroffen von einer Hühneraugenbildung sind Frauen sowie Personen, die unter Diabetes oder Rheuma leiden.

Manchmal werden Hühneraugen auch mit Warzen wie Dornwarzen verwechselt. Bei Warzen handelt es sich um gutartige Wucherungen der Haut. Hervorgerufen werden sie durch Viren wie die humanen Papillomviren (HPV). Ebenso wie die Hühneraugen treten die Dornwarzen auch an der Fußsohle auf. Die Warzen wachsen nicht nach außen, sondern flach. Außerdem bildet sich über der Warze eine Hornhautschicht. Verursacht werden die Dornwarzen durch kleine Verletzungen auf der Fußhaut, durch die die Viren vordringen können.

Um ein Hühnerauge von einer Warze unterscheiden zu können, ist genaues Hinschauen hilfreich. So kommen am Hühnerauge in Gegensatz zur Dornwarze keine kleinen Streifen oder Punkte vor. Diese werden durch Einblutungen verursacht.

Ursachen eines Hühnerauges

In der Regel bildet sich ein Hühnerauge durch ständigen Druck auf eine Stelle am Fuß. Zu den häufigsten Urhebern zählt das Tragen von zu engen Schuhen. Oftmals bildet sich die Hornschwiele zwischen der vierten und fünften Zehe oder auf der Oberfläche des zweiten Zehs.

Bei einigen Menschen wird die Entstehung eines Hühnerauges aber auch durch Fehlstellungen des Fußes begünstigt wie ein Hallux valgus oder einen Hammerzeh. Ein weiterer denkbarer Auslöser kann ein Spreizfuß sein. Dabei zeigt sich die Hornschwiele dann entweder am Fußballen oder an der Fußsohle.

Die Verdickung der Hornhaut entsteht, wenn ein Schuh regelmäßig mehrere Stunden auf die gleiche Fußstelle drückt. Die Hornschicht dient dabei als Schutz vor den ständigen Reizen. Hält der Druck jedoch weiter an, nimmt die Verhornung zu und schiebt sich in die untere Richtung. Dringt die Spitze wie ein Dorn bis zur Lederhaut vor, hat dies Reizungen an den Nerven zur Folge, wodurch es zu intensiven Schmerzen kommt.

Wie lässt sich ein Hühnerauge entfernen?

Viele Betroffene möchten ihr Hühnerauge selbst entfernen. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten. Vor allem im fortgeschrittenen Stadium ist es besser, wenn ein Hautarzt die Behandlung übernimmt. Er kann außerdem feststellen, ob es sich tatsächlich um ein Hühnerauge oder eine Warze handelt.

Befindet sich das Hühnerauge noch in einem frühen Stadium und fällt flach aus, ist eine selbstständige Entfernung möglich. Falls Die Hornhautschwiele erneut auftritt, bleibt jedoch nur der Gang zum Arzt. Dies gilt generell für Diabetiker und Rheumapatienten.

Auf keinen Fall sollte das Hühnerauge mit einem Messer entfernt werden. Dabei drohen Verletzungen an der Haut. Des Weiteren stellen eingeschnittene, rissige Hühneraugen Einfallstore für Bakterien dar, wodurch erhebliche Infektionen drohen.

Hühneraugen entfernen durch den Einsatz eines Hühneraugenpflasters

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Am häufigsten zur Anwendung gelangen spezielle Hühneraugenpflaster. Vor der Behandlung wird ein warmes Fußbad genommen. Durch das Bad lässt sich die Haut aufweichen. Im Anschluss daran klebt der Patient das Pflaster ein bis zwei Tage auf die betroffene Stelle auf. Danach erfolgt ein weiteres Fußbad zur Erweichung und das Hühnerauge lässt sich dann allmählich behutsam ablösen. Manchmal müssen jedoch mehrere Behandlungen mit dem Hühneraugenpflaster stattfinden.

Es ist darauf Acht zu geben, dass das Pflaster auch richtig sitzt, denn kommt es zu seinem Verrutschen, kann die gesunde Haut durch die aggressiven Wirkstoffe in Mitleidenschaft gezogen werden.

Erhältlich sind Hühneraugenpflaster rezeptfrei in der Apotheke. Als Wirkstoffe beinhalten sie Keratolytika wie Milchsäure oder Salizylsäure. Sie besitzen Eigenschaften zum Aufweichen der Hornhaut.

Hühnerauge entfernen mit Hausmitteln

Zur schonenden Entfernung eines Hühnerauges kann auch auf bewährte Hausmittel zurückgegriffen werden. Als wirksames Mittel gilt das Auftragen einer Popolistinktur. Die Tinktur wirkt einige Stunden ein, bis sich die verhornte Haut erweicht hat. Sie lässt sich anschließend gut ablösen.

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Um das Aufweichen der Haut zu unterstützen, empfehlen sich Fußbäder mit Teebaumöl oder Kernseife. Ein anderes Hausmittel ist eine Mischung aus fünf Aspirin-Tabletten, einem halben Teelöffel Zitronensaft sowie einem Teelöffel Wasser. Die Tabletten, die Acetylsalicylsäure enthalten, werden zuvor mithilfe eines Mörsers zerkleinert. Nach der Fertigstellung gibt der Patient die Mixtur auf die Hornhaut und verreibt sie. Nächster Schritt ist das Umwickeln des Fußes mit einem Handtuch.

Nach ungefähr 15 Minuten quillt die Haut oberhalb des Hühnerauges auf, wodurch es besser entfernt werden kann.

Solche Hausmittel wirken allerdings nur bei kleinen Hühneraugen. Beim Entfernen darf sich keine offene Wunde bilden, weil sonst Entzündungsgefahr besteht.

Hühnerauge entfernen beim Experten

Zur nachhaltigen Entfernung eines Hühnerauges ist der Gang zum Facharzt unvermeidlich. Als beste Ansprechpartner gelten Experten wie Orthopäden oder Podologen (Fußpfleger). Sie verfügen über die nötige Ausbildung zur unproblematischen Beseitigung des Hühnerauges. Die Behandlung sollte möglichst rasch nach der Entdeckung der Hornschwiele erfolgen, da die Beschwerden sonst mit der Zeit schlimmer werden.

Der Spezialist entscheidet nach der Untersuchung, auf welche Weise er das Hühnerauge entfernt. Manchmal kann dies mehrere Sitzungen erfordern. In der Regel wird die Hornhaut durch ein Fußbad mit heißem Wasser aufgeweicht. Mit einem Skalpell oder einer Fräse werden die überschüssigen Hornhautschichten anschließend behutsam abgelöst.

Zur Beseitigung des Keratindorns greift der Mediziner auf Wasserstoffperoxid zurück, das er auf das Hühnerauge sprüht. Es ist in der Lage, auch tiefer befindliche Hornhautschichten zu erweichen. Durch die Verwendung von Skalpell, Zange oder Hohlmeißel kann der Hornhautkern entfernt werden. Schmerzen sind dabei normalerweise nicht zu befürchten.

Nur selten ist eine operative Entfernung des Hühnerauges erforderlich.

Hühnerauge entfernen – Risiken

Findet die Beseitigung des Hühnerauges durch einen Fachmann statt, treten kaum Komplikationen auf. Wird die Hornschwiele jedoch selbst behandelt, steigt die Gefahr von Risiken. So drohen dadurch Hautverletzungen, die im Extremfall zu einer Blutvergiftung (Sepsis) führen können. Des Weiteren sind Verletzungen anderer Stellen möglich, wenn das Messer bei der Entfernung abrutscht.

Einem Hühnerauge vorbeugen

Damit nicht erneut ein schmerzhaftes Hühnerauge auftritt, ist es wichtig, seine Auslöser zu vermeiden. Dazu gehört das Tragen von bequemen Schuhen, die nicht zu eng sind.

Besteht eine Fußfehlstellung, können orthopädische Schuhe oder Einlagen Abhilfe schaffen. Wichtig ist außerdem eine gute Fußpflege, die regelmäßiges Waschen und Eincremen beinhaltet.